Zähne & Bulimie

Bulimie ist auch unter den Bezeichnungen Anorexie oder Ess-Brech-Sucht bekannt. Nach unkontrollierten Essanfällen wird die Nahrung wieder Erbrochen, um eine Gewichtszunahme zu verhindern. Bisher war bekannt, dass verstärkt Frauen betroffen sind. Auch der Anteil männlicher Betroffener ist in den letzten Jahren gestiegen. Das regelmäßige Erbrechen hat einen negativen Effekt auf die allgemeine Gesundheit und die Zahngesundheit. Beim Erbrechen gelangt Magensäure in den Mundraum. Diese greift die Zahnoberflächen an und kann Entzündungen begünstigen. Ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Zahnarzt hilft, Zähne und Zahnfleisch mit den richtigen Maßnahmen möglichst gesund zu halten. Eine Therapie ist unverzichtbar, um die Ess-Störung langfristig zu besiegen.

Welche Auswirkungen hat Bulimie auf die Zähne?

Was viele nicht wissen: Auch die Zähne werden in Mitleidenschaft gezogen. Während des Erbrechens gelangt Magensäure in den Mundraum. Diese greift den Zahnschmelz an. Magensäure ist wesentlich aggressiver als Fruchtsäure, die wir mit der täglichen Nahrung aufnehmen. Der Speichel kann Säuren aus Nahrungsmitteln schnell neutralisieren. Das gelingt bei Magensäure weniger schnell. Die schädigende Säure kann länger auf die Zähne einwirken. Säureschäden machen sich über eine erhöhte Sensibilität der Zähne bemerkbar, vor allem bei kalten, warmen, süßen oder sauren Lebensmitteln. Nach einiger Zeit zeigen sich Erosionen an den vorderen Zähnen und an den Zahnflächen, die in Richtung des Gaumens zeigen. Besteht die Bulimie über einen langen Zeitraum, treten erhebliche Zahnschäden bis hin zu Verkürzungen der Zähne auf.

Wie kann ich Zahnprobleme durch eine Bulimie Erkrankung vermeiden?

Bulimie und andere Ess-Störungen sind ernstzunehmende Erkrankungen, die mit der Hilfe von Fachärzten langfristig in den Griff zu bekommen sind. Das ist nicht von heute auf morgen möglich. Deshalb ist es wichtig, die Mundgesundheit zu stärken und Zahnschäden zu vermeiden. Größter Risikofaktor ist die Magensäure, die den Zahnschmelz aufweicht. Betroffene sollten nach dem Erbrechen nicht sofort zur Zahnbürste greifen. Der Speichel hat einen wichtigen Neutralisationseffekt. Nach etwa 30 bis 60 Minuten kann mit dem Zähneputzen begonnen werden. Zuvor unterstützt eine neutralisierende Mundspülung den natürlichen Effekt des Speichels. Eine Lösung aus Natriumhydrogencarbonat (ein halber Teelöffel auf 250 ml Wasser) oder fluoridhaltiges Mundwasser eignen sich. Eine Spülung mit Milch oder Wasser ist ebenfalls hilfreich. Medikamententrägerschienen unterstützen die Mundgesundheit. Dabei handelt es sich um eine speziell angefertigte Kunststoffschiene, die vor dem Erbrechen mit einem Fluoridgel versehen und eingesetzt wird.

Betroffene, die häufig erbrechen, sollten eine weiche Zahnbürste zur Zahnpflege verwenden und mit wenig Druck putzen. Fluoridhaltige Zahnpasta und die Anwendung eines Fluoridgels einmal wöchentlich stärken die Zähne und fördern die Mundgesundheit. Säurehaltige Lebensmittel sollten möglichst vermieden werden. Regelmäßige Zahnarztbesuche im AllDent Zahnzentrum Hamburg tragen zur Mundgesundheit bei. Schäden werden rechtzeitig erkannt und professionell repariert.

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